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St. Maria hat Farbe und mehr

Kirche St. Maria in Landau wiedereröffnet

 

Nacht der offenen Kirche und Pontifikalamt mit Bischof Wiesemann

 

Landau (24.03.2014). 17 Monate war die Landauer Marienkirche wegen grundlegender Sanierung geschlossen. Am vergangenen Wochenende ist das Gotteshaus wieder eröffnet worden mit zwei Großereignissen: Zunächst nutzten mehrere hundert Kirchenbesucher am Samstagabend, 22. März, die Gelegenheit, bei einer "Nacht der offenen Kirche" St. Maria in einem ganz neuen Licht zu erleben. Das mehrstündige Programm unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor Christian Schmitz umfasste Orgelmusik, Kirchenführungen, Gesang und Gebet, eine Lichtshow – und die Begegnung.

 

Pontifikalamt zur Wiedereröffnung von St. Maria Landau

 

Offiziell wieder in Dienst gestellt als Ort des Gottesdienstes wurde St. Maria am 23. März mit einem Pontifikalamt, das Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann leitete. Rund 1000 Gläubige hatten sich in der zweitgrößten katholischen Pfarrkirche der Pfalz dazu versammelt, darunter auch Vertreter von Land, Stadt und der evangelischen Kirche. Sie erlebten einen bewegenden Gottesdienst mit großer Kirchenmusik – und einem großen Team von Chorsängern, Musikern und Gesangssolisten. Aufgeführt wurde unter Leitung von Dekanatskantor Schmitz die Krönungsmesse von Mozart. Beteiligt waren unter anderem die Chorgemeinschaft an St. Maria, weitere Sängerinnen und Sänger aus den Dekanaten Landau und Germersheim, das Heidelberger Kantatenorchester sowie Solisten und die Organisten Angela Arbogast und Johannes Sieber.

Bischof Wiesemann nannte St. Maria einen "ergreifenden und schönen Ort". Das Gotteshaus sei für viele in Landau zu einem Traditionsort geworden, mit vielen Erinnerungen und mit Leben gefüllt, von der Taufe, über Hochzeiten bis hin zum Abschied von lieben Angehörigen. "Wir brauchen solche Orte, wo die religiöse Tradition unseres Lebens bewahrt ist und wo Gott in unser Leben hineinkommt." Der Bischof als auch der Landauer Dekan Axel Brecht dankten allen, die zur Sanierung der Kirche beigetragen hatten, durch Planung, Handwerk, ehrenamtliches Tun und Spendenbereitschaft. An den Baukosten für die Sanierung von St. Maria in Höhe von 1,2 Millionen Euro beteiligte sich das Bistum Speyer mit 700 000 Euro. Eine knappe halbe Million stammt aus Rücklagen und Spendengeldern der Kirchenstiftung St. Maria, von Privatleuten, Unternehmen, Wohltätern, Institutionen und vom Verein "Freunde der Marienkirche Landau/Pfalz e.V." Erneuert wurden die Heizungs- und Elektroinstallation, es wurde eine Isolierverglasung eingebaut und das riesige Gotteshaus innen neu gestrichen.

 

Text: Pilger/Fotos: Mathes

Umfangreiche Innenrenovierung

Marienkirche fällt in Dornröschenschlaf

Umfang der Renovierung

Unsere 1911 gebaute Marienkirche ist in die Jahre gekommen. Das Innenleben unseres "Landauer Domes" bedarf einer dringenden Erneuerung. 

  • In einem ersten Teil wurde die veraltete Heizungsanlage ersetzt. Das bisherige System erwärmte im neben der Kirche liegenden Heizraum Luft, die durch hundert Meter lange unterirdische Kanäle in die Kirche geblasen wurde. Das neue System arbeitet mit neuen Wärmetauschern, die wesentlich effizienter sind und mit Energie deutlich sparsamer umgehen.

  • Vor Beginn der Maßnahmen wurde die Orgel staubdicht eingepackt.
  • Die Kirchenfenster, die zum großen Teil nach dem Krieg eingebaut wurden, mussten repariert bzw. erneuert und mit einer Schutzverglasung versehen werden. Die Elektroinstallation war zum großen Teil marode und wurde einschließlich der Beleuchtungseinrichtung komplett erneuert.
  • Diese ca. 1 Million Euro teuren Maßnahmen werden mit 70 % zuzüglich der Architektenleistungen von der Diözese Speyer bezuschusst. Dafür danken wir sehr herzlich. 
  • Der Innenanstrich ist nach den neuesten Richtlinien aber Sache der Kirchengemeinde. Mit allen Zusatzarbeiten sind dafür ca. 200.000 € auf­zubringen.
  • Insgesamt kosten uns diese notwendigen Maßnahmen 500.000 €. Alleine schaffen wir das nicht. Helfen Sie bitte mit, dass die Marienkirche nicht dem Verfall preisgegeben werden muss. Vergelt's Gott.

Dauer der Maßnahme

  • bis 20. März 2014

Ausweichmöglichkeiten

  • reguläre Gottesdienste am Sonntag (10.30 und 19 Uhr): Pfarrheim, großer Saal
  • Wochentagsgottesdienste (Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag jeweils um 18.30 Uhr): Kapelle des Vinzentiuskrankenhauses
  • Feierabendgottesdienst (an jedem ersten Mittwoch im Monat): Kapelle der KHG / Katholische Hochschulgemeinde, Moltkestraße 9
Kühlschrankmagnet als Baustein

Bausteine für die Renovierung

  • Kühlschrankmagnete mit Motiv der Marienkirche (s. Anlage) zu 5 €; erhältlich im Pfarrbüro, Marienring 4 und nach den Gottesdiensten

 

Spendenkonto

Kontonummer 1700 151 960
Sparkasse Südliche Weinstraße
Bankleitzahl     548 500 10

 


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